VERSUNKEN - AUFGETAUCHT  

- die faszinierende Welt unserer Vorfahren - 

 

Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird am Ende blind für die Gegenwart. 

Dr. Richard von Weizsäcker - eh. Präsident der Bundesrepublik Deutschland


GESUNDHEITSWESEN  IN OBERÖSTERREICHS MUSEEN  

 

Video – Präsentation  im ATARHOF

jeden Freitag von 14 – 17 Uhr

 

Führungen im Prähistorischen Garten

Präsentation  der Schautafel  

jeden Freitag von 17 – 18 Uhr



Anlässlich des Jubiläumsjahres – 10 Jahre UNESCO Welterbe Pfahlbauten um die Alpen leistet das Museum ATARHOF einen interessanten Beitrag zum Thema GESUNDHEIT.

 

GENE UND GESUNDHEIT IN DER ARCHÄOLOGIE

Archäologen als Gen- und Krankheitsforscher

 

Eine spannende Zusammenschau der neuesten Erkenntnisse zu diesem Thema zeigt das MUSEUM ATARHOF ab 1. Juli 2021 jeden Freitag von 14 – 17 Uhr eine reich bebilderte Video-Präsentation.

 

Neue naturwissenschaftliche Disziplinen der Archäologie wie die Archäogenetik und Archäopathologie erlauben einen neuen Blick auf die Geschichte unserer Urvorfahren. Auf brennende Fragen, die die Archäologen schon lange bewegen, liefern sie nun Antworten und handfeste wissenschaftliche Belege: Woher stammen unsere Urvorfahren? Wie sahen unsere Urvorfahren aus? Wie gesund/ungesund lebten sie, von welchen Krankheiten wurden sie geplagt und von welchen Epidemien wurden sie vielleicht Heim gesucht? Woher kommen unsere Sprachen?  

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Beratung

Information



 

LEBEN IM PFAHLBAU

im Pavillon und im Prähistorischen Garten in Attersee

 

Anlässlich des Internationalen Museumstages in OÖ vom 9. bis 16. Mai wurde der Pavillon in Attersee neu gestaltet und informiert mit seinen Abbildungen über das Leben in einem Pfahlbau, ergänzt mit Beispielen von urgeschichtlicher TÖPFEREI und FÄRBEREI.

 

TÖPFEREI:

d.h. Gefäße mit charakteristischen Verzierungen – genannt Bandstichkeramik bzw. Mondseekeramik, wie sie vor mehr als 4.000 Jahre in unserer Gegend hergestellt wurden. Nähere Hinweise über die Herstellung und Verzierungen sind der BROSCHÜRE zu entnehmen.

 

FÄRBEPROBEN:

Die aus Pflanzen gewonnenen Fasern wurden gefärbt mit FÄRBERPFLANZEN wie Färberkamille und Färberwau (GELB) sowie Färberkrapp (ROT)  und Färberwaid (BLAU) –  Gefärbte Textilien sind im Pavillon ausgestellt, mit Hinweis auf die Färbepflanzen im prähistorischen Garten – weitere Informationen finden Sie in der vorliegenden BROSCHÜRE.

 

PRÄHISTORISCHER GARTEN:

Im Prähistorischen Garten – neben dem Pavillon – sehen die Besucher nicht nur die Färbepflanzen, sondern auch eine Vielzahl von Pflanzen für die ERNÄHRUNG und MEDIZIN.. Mehr als 40 Pflanzen sind in der BROSCHÜRE detailliert beschreiben Einige Bespiele über Pfahlbaugerichte sind im PFAHLBAU - KOCHBUCH nachzulesen und entsprechend in der eigenen Küche nachzuahmen.

 

Weitere Termine zu Führungen und Workshops „Urgeschichtliches Töpfern“ und „Färben mit Naturfarben“ nach Anmeldung unter 0664 4036704 (Helga Oeser) möglich, sofern die COVID-19 Bestimmungen es erlauben!

 

Verein Freunde der Archäologie an den Seeufern des Attersees und seines Hinterlandes.


PROGRAMM 2021

Reguläre Öffnungszeiten des Museums ATARHOF – Freitag 14 – 17 Uhr und Sonntag 10 – 13 Uhr. Spezielle Besuchstermine für die Ausstellungen und Workshops KERAMIK und FÄRBEN mit Naturfarben sind auch nach telefonischer Vereinbarung möglich. Anmeldung bitte unter 0664 4036704 (Prof. Dr. Helga Oeser).

Eintritt ins Museum ATARHOF: Freiwillige Spenden.

Der Verein Freunde der Archäologie des Attersees und seines Hinterlandes hat sich zum Ziel gesetzt, spannende wissenschaftliche Themen der Archäologie und neuere Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung aus der Region einem interessierten, größeren Publikum zu vermitteln. Er hält ständigen Kontakt mit wissenschaftlichen Instituten und Institutionen, lädt Fachleute zu Referaten ein, experimentiert selbst mit alten Kulturtechniken wie Keramikherstellung, Färben, Stein- und Holzbearbeitung und Kochen. Er gibt seine Erfahrungen in Workshops an Gruppen von Erwachsenen und Schüler weiter. Der Verein betreibt den ATARHOF mit wechselnden Ausstellungen und Workshops und betreut den Pfahlbau-Pavillon in Attersee, erweitert um einen prähistorischen Garten von Nutzpflanzen aus der Pfahlbau- bis zur Römerzeit. Als gemeinnütziger Verein ist er auf öffentliche Zuwendungen und private Spenden angewiesen.

Für den Verein Freunde der Archäologie:   Mag. Arnold Mörzinger




Unser MUSEUM ATARHOF

wurde mit 15. September 2020 und der Registrierungsnummer M48203 in die Liste der registrierten Museen Österreichs aufgenommen.

Das Engagement und die umfangreiche Arbeit des Vereins der Freunde der Archäologie hat im Sinne des archäologischen Welterbes der prähistorischen Pfahlbauten seine offizielle Anerkennung gefunden.




AUSSTELLUNG PFAHLBAU - VIELFALT BEGREIFEN

  • Wir führen Sie durch ca 4500 Jahre Menschheitsgeschichte und ihre Siedlungen rund um die Alpen.
  • Die als „Pfahlbauten“ bekannten Ufer- und Moorsiedlungen bieten einzigartige Einblicke in das Leben jungstein- und bronzezeitlicher Bevölkerungsgruppen.
  • Wie haben die vielfältigen Kulturgruppen ihre Häuser gebaut?
  • Was wissen wir heute über ihr soziales Leben und ihre Lebensgewohnheiten?
  • Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein interaktives Pfahlbaumodell zum Selbstbau, um die spezielle Hausbauform zu „begreifen“ (ab Juli 2020)

Eintritt: freiwillige Spende

 

Das Pfahlbaumodell

 

kann mit austauschbaren Einzelteilen in unterschiedlichen Variationen aufgebaut werden. Es ist ein einmaliges Erlebnis für Erwachsene und ganz besonders für Kinder, die Vielfalt des Pfahlbaus kennen und begreifen zu lernen. Wir freuen uns auf Euren Besuch mit vielen Freunden.

 




Nachlese & Rückblicke


2020


Umfangreiche Pläne im MUSEUM ATARHOF

Nach der Gründung 2017 hat der Verein Freunde der Archäologie seine Arbeit im ATARHOF aufgenommen und 2019 eine erfolgreiche Ausstellung zum Thema DER ATTERSEE, SEINE FISCHE und DER FISCHFANG – EINST und JETZT durchgeführt. Diese Ausstellung wurde begleitet von 8 wissenschaftlichen Vorträgen, 10 Workshops und 4 Exkursionen. Der Verein hält ständig Kontakt mit wissenschaftlichen Institutionen wie dem KURATORIUM PFAHLBAUTEN, Wien und seit 2019 auch mit ARCHEKULT, einer Initiative für Archäologie und Kultur am Traunsee / Traunkirchen. Besondere Höhepunkte auf dem Gebiet der Archäologie sind 2020 und 2021 zu erwarten, da unser MUSEUM ATARHOF in gemeinsamer Arbeit mit dem OÖ Museumsverbund an dem geplanten Ausstellungsprogramm im Salzkammergut beteiligt sein wird, welches das umfassende Thema „WEGE zum SALZ“ der Öffentlichkeit vorstellen wird.

 

Die geplante Kooperation der Museen im Salzkammergut wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 unter dem gemeinsamen dem Titel „ARCHÄOLOGIEPARK im SALZKAMMERGUT“ eingerichtet, wobei die Präsentation der Ausstellungen „WEGE zum SALZ“ von 2020 bis 2021 vorgesehen ist. Die Arbeit in den beteiligten Museen hat bereits begonnen, um ein Gesamtkonzept für Ausstellungen, Vorträge, Workshops und Programme für Schulen präsentieren zu können.

 

Das Museum ATARHOF wird in diesem Museumsverbund folgende Themen umsetzen:

 

1. Ausstellung eines interaktiven Pfahlbaumodells

Das Pfahlbaumodell präsentiert unterschiedliche Pfahlhausvarianten nach ärchäologischen Vorlagen; es ermöglicht nach einer Art Baukastensystem die Auseinandersetzung mit Pfahlbauhäusern unterschiedlicher Form, Bauweise, sowie zeitlicher und räumlicher Herkunft. Verschiedene Hauselemente (Wände, Böden, Dächer) können anschaulich und einfach umgesteckt werden, auch für Jugendliche leicht bedienbar.

 

2. Urzeitliche Holzbearbeitung

Welche Holzarten haben unsere Vorfahren am Attersee verwendet und wie wurden diese bearbeitet? Jugendliche und ältere Teilnehmer eines Workshops erleben, wie ein Baum gefällt wurde und welche Gegenstände daraus hergestellt wurden – Vergleich mit Werkzeugen der Menschen in der Urgeschichte und heute.

 

3. Prähistorischer Garten mit Führungen

Mit einer Führung durch unseren Garten beim Pavillon Attersee werden die interessierte Bevölkerung und die Attersee–Besucher in die Geheimnisse der Pflanzen und deren Anwendung als Nahrungsmittel, Färbmittel und zum Zweck der medizinischen Verwendung eingeführt.

 

4. Färben mit Naturfarben – Färberwaid, Färberwau, Färberkrapp, Färberkamille

Die Küpenfärberei wurde in Hallstatt erstmalig praktiziert, um Textilien zu färben, besonders mit Indigo aus Färberwaid. Wir demonstrieren in unseren Workshops diese urgeschichtlichen Färbetechniken mit frischen und getrockneten Färberpflanzen – auch mit den daraus gewonnenen Extrakten.

 

5. Pfahlbauküche

In allen Gerichten wurde Salz verwendet – nicht nur das, sondern auch Getreide, Kräuter sowie Fleisch und Fisch.

Wir laden zur Verkostung von Attersee–Pfahlbau–Sushi ein, wofür Salz als Würze eine Rolle spielt.

 

6. Keramikherstellung

Die Herstellung von Tongefäßen war in allen Kulturen ab der Jungsteinzeit von besonderer Bedeutung mit dem Anspruch, besondere Formen und gruppenrelevanter Verzierungen zu verwenden, woraus sich heute die jeweiligen kulturellen Charakteristika und Handelsbeziehungen ableiten lassen, wie beispielsweise die Mondseekultur und andere verwandte Kulturen.

 

7. Werkzeuge mit Silexbestandteilen der Urgeschichte

Mit einem Werkzeugsatz der Urgeschichte (Nachbau) werden Workshops durchgeführt, um dem Besucher die Bearbeitung von Holz und anderen Materialien zu demonstrieren.

 

Zusammenfassend möchten wir mitteilen, dass wir uns als Museum ATARHOF in Attersee freuen, einem größeren Besucherkreis im Salzkammergut diverse interessante Themen aus der Urgeschichte im Vergleich zu unseren heutigen Gepflogenheiten präsentieren können.

 

Liebe Leser, wir laden Euch herzlich ein bei uns mitzuwirken und Eure Freunde mitzubringen. Wir heißen Sie herzlich willkommen.

 

Prof. Dr. Helga Oeser  (Schriftführerin)                                                            Attersee, 23. November 2019

 

 Verein Freunde der Archäologie an den Seeufern des Attersees und seines Hinterlandes - www.archaeofreunde.at


WORKSHOP am 14. 07. 2020 - „Play with Clay“….von der Idee zur keramischen Arbeit

 

Farbgestaltung auf Schalenformen – Selbstgestaltete Schüsseln und Kugelformen.

 

Wiederum ist es der Künstlerin Helene Huemer am 12. September 2020 im ATARHOF gelungen, ihre Teilnehmer des Workshops im ATARHOF mit neuen Techniken bei der Keramikgestaltung zu begeistern. Kreative Farbgestaltung von Halbkugelformen in Plattentechnik. Die dazu notwendige Formgebung mit Tonplatten wurde erlernt. Bildvorlagen, Zeitungsausschnitte und Zeichnungen dienten als Vorlagen für die Flächengestaltung. Mit keramischen Pigmenttinten und hellen Engoben ließen sich die Bilder grafisch und flächig übertragen. Ein intuitives Experimentieren mit Zeichnungen und Formen macht Freude!

 

Der nächste Workshop findet am 31. Oktober 2020 (10 bis 16 Uhr) statt. Die Anmeldung von Jugendlichen und Erwachsenen – auch Anfängern – ist bereits jetzt möglich!!

 

Prof. Helga Oeser 4864 Attersee, Mühlbach 48 Tel: 0664 4036704; e-mail: helga.oeser@gmx.net


Mag. Dr. Wolfgang Lobisser, Experimental-Archäologe der Uni Wien und Experte für Rekonstruktionen und Mag. Cyril Dworsky, Unterwasser-Archäologe und Geschäftsführer des Kuratoriums Pfahlbau führten uns beim Vortragsabend am 4. Juli 2020 durch viereinhalb Jahrtausende Menschheitsgeschichte und ließen uns die Vielfalt des Pfahlbaus begreifen.



2019


Buchpräsentation und Vortrag über prähistorische und antike Felsbilderkunst in den Bergen vor unserer Haustür

Im Museum ATARHOF, Attersee am 24. August 2019

 

In seinem Buch und Vortrag vergleicht Wolfgang Kauer prähistorische und antike Felsritzmotive des Ennstals, Salzburgs und des gesamten Salzkammerguts mit denen in Südfrankreich, Oberitalien, der Schweiz und Deutschland mit prähistorischen Interpretationen.

 

Wolfgang Kauer ist einer der sieben österreichischen Feldbildforscher und auch einziger, der Felsbilder lesen und erklären kann. Er informierte uns über die Felsritzbilder in Traunkirchen, im Raum Mondsee, St. Wolfgang und Salzburg – auch von Hallstatt und über das steirische Salzkammergut. Er bot dem interessierten Publikum einen sachkundigen Überblick über die Interpretation der Felszeichnungen mit historischem und kulturellem Hintergrund in einer didaktisch bewundernswerten Weise. Das exquisite Thema Felsritzbilder ist ein einmaliges Angebot, da noch nicht allgemein bekannt. Deshalb bedanken sich die Zuhörer für den gelungenen Vortrag mit einzigartigen Bildmotiven, interpretiert mit wissenschaftlichem und künstlerischem Sachverstand.

 

Prof. Helga Oeser - Verein der Freunde der Archäologie (Schriftführerin) - Attersee, Mühlbach 48 - Helga.oeser@gmx.net

 

Zur Person Wolfgang Kauer

Schriftsteller, Pädagoge und Felsbildforscher, Universitätsabsolvent für die Fächer Deutsch, Geographie und Kunsterziehung, arbeitet als Kunstvermittler im Gymnasium und der Kunstuniversität, lebt in Salzburg. Ausgestattet mit einigen wichtigen Preisen und Ehrungen, wie beispielsweise Regionalitätspreis 2017 der Salzburger Bezirksblätter, Kreativitätspreis der Stadt Linz 1996, 1. Preis des OÖ Landschulrates und 2. Preis Global 2000, 1. Preis im Erzähl – Wettbewerb der Salzburger Autorengruppe Salzburg und schließlich Arbeitsstipendium des Landes Salzburg für die Trilogie über die keltische Bronze – Schnabelkanne vom Halleiner Dürrnberg.

 

Zuletzt erschienen im Verlag Anton Pustet: Wolfgang Kauer, Felsbilder der Ostalpen – Das Erbe der Mondfrau, Salzburg 2017


Prof. Timothy Taylor und sein Archäologenteam der Universität Wien zu Besuch im ATARHOF

 

Während der Grabungen am Buchberg oder auch an anderen interessanten Stellen im Attergau besucht Prof. Timothy Taylor mit ca 30 Archäologen das Museum ATARHOF des Vereins Freunde der Archäologie. Bei diesen Besuchen werden nicht nur fachliche Gespräche geführt, sondern auch freundschaftliche Diskussionen – begleitet von Gerichten der Pfahlbauküche, die immer wieder mundet.

 

In Vorbereitung der öffentlichen Führungen am 2. August 2019 berichtet Prof. Timothy Taylor von sensationellen Grabungserfolgen – sogenannten Depotfunden mit Bronzewerkzeugen und Schmuckgegenständen, die nicht nur für das Gebiet Attersee und Attergau einmalig sind, sondern auch die gesamte Fachwelt begeistern wird. Wir wünschen dem erfolgreichen archäologischen Team weiterhin viel Glück!

 

Prof. Dr. Helga Oeser (Attersee, 25. August 2019) (Schriftführerin)


Digitale Entdeckungsreise zu den Pfahlbauten am Attersee und Mondsee

Mag. Helena Seidl da Fonseca

Vortrag am 12. September 2019 um 19 Uhr m Seegasthof Oberndorfer, Attersee

 

Seit 1870 sind erste urgeschichtliche Pfahlbausiedlungen am Attersee und Mondsee bekannt. Trotzdem weiß man über diese bis zu 6000 Jahre alten Ruinen von Dörfern und technischen Einrichtungen der Stein- und Bronzezeit aufgrund vieler Unterbrechungen der Forschung in Österreich vergleichsweise wenig. Seit dem 19. Jahrhundert wurden bis zu 30 Fundstellen bzw. Verdachtsflächen an Seen im Salzkammergut entdeckt worden. Bei der hohen Anzahl von Seen in Oberösterreich könnte es jedoch noch weit mehr Unterwasserfundstellen geben, als bislang erfasst.

 

Im Zuge ihrer Masterarbeit beschäftigte sich die Archäologin und Forschungstaucherin Helena Seidl da Fonseca damit, wie man diesen Siedlungen auf die Spur kommen könnte. Unter anderem untersuchte sie, ob sich charakteristische Landschaftsmerkmale erkennen lassen, welche die Menschen in Neolithikum und Bronzezeit bewogen haben könnten, bestimmte Siedlungsplätze auszuwählen. Denn wenn dies der Fall wäre, könnten die Landschaftsmerkmale vermutlich dabei helfen, neue, weitere Siedlungen zu entdecken.

 

Die Pfahlbauforscherin, ermittelte daher zunächst bestimmte Geofaktoren innerhalb der direkten Umgebung der bereits bekannten Pfahlbau-Fundstellen mit Hilfe eines Geoinformationssystems (GIS - Arcmap). Anhand der Geofaktoren erstellte sie anschließend ein Vorhersagemodell zur Feststellung möglicher weiterer Pfahlbausiedlungen an den Ufern des Attersees und des Mondsees.

 

Die Untersuchungen Seidl da Fonsecas sind Teil der Forschungsarbeit des internationalen D-A-CH Projekt „Beyond Lake Villages: Studying Neolithic Environmental changes and human impact at small lakes in Switzerland, Germany and Austria“, dessen österreichischer Forschungsteil vom Wissenschaftsfond (FWF - I 1693) finanziert wird. Die Ergebnisse ihrer Forschungen wird sie am 12.September erstmals öffentlich in der Gemeinde Attersee am Attersee vorstellen.

 

Mag. Helena Seidl da Fonseca - Kuratorium Pfahlbauten

Nationales Management Austria, Naturhistorisches Museum Wien, Burgring 7, 1010 Wien


Felsklippen und Bärenjagd

Die Mondsee-Kultur abseits der Seeufer

Vortrag von Mag. Jakob Maurer, Universität Wien, am Freitag, 24. Mai 2019, 18 Uhr, im Seehotel Oberndorfer

 

Die sogenannte „Mondsee-Kultur“ ist hauptsächlich aufgrund der Pfahlbauten des Salzkammerguts mit ihren spektakulären Erhaltungsbedingungen berühmt. Die zeitgleichen Fundplätze auf trockenem Boden sind jedoch ähnlich faszinierend.

 

Reichhaltige Fundmaterialien, außergewöhnliche Siedlungsplätze und auffallende Funde sowohl südlich der Alpen als auch in Mähren – im Vortrag werden die Seeufersiedlungen des 4. Jahrtausends v. Chr. in einen größeren Kontext eingeordnet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf bereits länger bekannten Felsklippen im Ennstal, auf denen neue Forschungen wünschenswert wären.
 

Zur Person: Herr Mag. Jakob Maurer hat mehrere Jahre lang als Assistent an der Universität Wien an Projekten im Umfeld der Seeufersiedlungen des Salzkammerguts mitgearbeitet. Bereits als Student wurde von ihm eine Grabung unter einem Fundplatz der Mondsee-Kultur im Mostviertel durchgeführt. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Kupferzeit in Österreich.


TEXTILE  TECHNIKEN der STEINZEIT

WORKSHOP am 29. April 2019 im ATARHOF, Attersee

- Zwirnen, Zwirnbinden, Flechten u.a. mit Baum – Rinde, - Bast, Gräsern und Binsen -

Anne Reichert, Experimentalarchäologin für prähistorische Ausstellungen, Museen und TV

 

Im Bereich der Experimentellen Archäologie führt uns Anne Reichert in das Gewinnen und die Aufbereitung von „textilen“ Materialien (Linde, Eiche, Ulme, Pappel u.a.), Rinde (Birke, Buche, Wildkirsche, Fichte, u.a.), Gräsern, Binsen, verschiedenen Faserpflanzen (Brennnesseln, Flachs, Hanf, u.a.) ein. Sie unternimmt Versuche zur Herstellungstechnik unterschiedlicher Geflechte aus Ufersiedlungen am Bodensee, Federsee und an den Schweizer Seen sowie Experimente zur „Rheumasohle“ von Zug / CH, zur Trageweise der Otzi – Matte, der Schuhe u.a.

 

Auch als Expertin der Archäotechnik bietet sie im Rahmen von Workshops Rekonstruktionen neolithischer Keramik und textiler Gegenstände (Hüte, Sandalen, Beutel, Netze, Körbe, Rindengefäße, etc.) nach archäologischen Funden für Museen in Deutschland, England, Italien und der Schweiz. Bemerkenswert sind ihre Rekonstruktionen für das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und Teile der Ötzi – Ausrüstung, wie beispielsweise Schuhe, Dolchscheide, Gürteltasche, Matte, Netz, etc.

 

Anne Reichert hat neben Vorträgen für Experimentelle Archäologie, Workshops und Fortbildungskurse über experimentelles Arbeiten nach prähistorischen Techniken an Universitäten in Deutschland, Dänemark, Schweiz und Österreich durchgeführt. Eine Vielzahl an Ausstellungen über Themen wie „Bast, Binsen, Brennnessel – textiles Material der Steinzeit“ erinnern jeden Besucher diverser Museen an ihr umfangreiches Lebenswerk, geprägt von wissenschaftlichen Kenntnissen und Erfahrungen in der experimentellen Archäologie und Technik.

 

Bericht : Prof. Dr. Helga Oeser (Verein der Freunde der Archäologie - Schriftführerin)


Die ANFÄNGE der TEXTILGESCHICHTE

VORTRAG vom 27. APRIL 2019 im Seehotel Oberndorfer, Attersee

Flachs spinnen und weben – Lindenbast flechten und zwirnen: Textiltechnik und Kleidung der Steinzeit.

 

Dr. KARINA GRÖMER - Naturhistorisches Museum Wien

 

Die Erfindung der wesentlichen Techniken des textilen Handwerks, die wir zum großen Teil noch in heutiger Zeit anwenden, reicht zurück bis in die Steinzeit. Ab den ersten Bauernkulturen der Jungsteinzeit wurden in Europa Flachspflanzen eingeführt. Pflanzliche Materialien wie eben Flachs, aber auch Baumbaste wie Lindenbast oder Eiche, bilden die Grundlage der Textilkultur bis etwa 2000 v. Chr. Das Wollschaf taucht erst zu dieser Zeit auf und ab dann übernimmt Wolle die führende Rolle, wenn auch der Flachs bis heute verwendet wird.

 

Über die geschichtliche Entwicklung der Textiltechnik aus dem österreichischen Neolithikum bis heute und ihren zahlreichen Funden wird Frau Dr. Karina Grömer berichten.

 

Karina Grömer studierte Ur- und Frühgeschichte an der Universität Wien. Sie spezialisierte sich auf Textilanalyse, Forschungen zu Textilproduktion und Rekonstruktion prähistorischer und historischer Gewänder. Sie arbeitete für verschiedene Forschungsgebiete auf nationaler und internationaler Basis, sie ist seit 2012 Mitarbeiterin des Naturhistorischen Museums in Wien. Schwerpunkt ihrer aktuellen Forschung ist die Analyse von Textilfunden aus Gräbern, Siedlungen und Salzbergwerken aus dem Zeitraum von 2000 v.Chr. bis 1000 n.Chr. Zu Ihren Aufgaben gehört neben der Forschung auch das Fundaktenarchiv, Mitarbeit an Ausstellungsprojekten und Vortragstätigkeit.

 

Bericht : Prof. Dr. Helga Oeser (Verein der Freunde der Archäologie - Schriftführerin)


Das Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft

Vortrag von Dr. Reinhard Haunschmid – Leiter der Abteilung Gewässerökologie des Institutes für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft, Scharfling / Mondsee am 21. März 2019 im Seegasthof Oberndorfer, Attersee

 

Dr. Haunschmid infomiert das interessierte Publikum des Vereins Freunde der Archäologie über die vielschichtigen Aufgaben des Bundesamtes für Wasserwirtschaft, Institut für Wasserökologie, Fischereibiologie und Seekunde. Die gemütliche Atmosphäre im Seegasthof Oberndorfer war ein idealer Rahmen über die Aufgaben des Institutes und ihre nationalen und internationalen Tätigkeiten der Fischzucht und Kontrolle der Lebensbedingungen der Fische in unseren Gewässern zu diskutieren. Die Bedeutung dieses Institutes - Bundesamt für Wasserwirtschaft – wurde anhand ihrer Leistungen bei der Entwicklung von Regularien und ihrer Umsetzung in die Praxis zur Sicherung des Fischbestandes unserer Gewässer deutlich. Welche Maßnahmen bei veränderten Umweltbedingungen – Verschmutzung der Gewässer - und klimatischen Einflüssen infolge außergewöhnlicher Erwärmung umzusetzen sind, wurde auf fachlicher Basis eingehend diskutiert.

 

Der Verein Freunde der Archäologie dankt dem Referenten und Publikum für die Gestaltung der einzigartigen Diskussionsrunde. Weitere Veranstaltungen – Exkursionen zur Bundesanstalt für Wasserwirtschaft, Scharfling – sind am 4. und 25. April 2019 vorgesehen.

 

Prof. Helga Oeser - Verein Freunde der Archäologie, Attersee


Regularien zur Fischerei am Attersee

Vortrag von Dipl. Ing. Klaus Berg – Hydrobiologe im Landesfischereiverband - bei den Freunden der Archäologie, ATARHOF in Attersee am 21. Februar 2019

 

Regularien sind üblicherweise ein trockener Stoff, den man lernen und kennen muss – diese Thematik an ein sachkundiges Publikum zu vermitteln, ist dem Referenten hervorragend gelungen. In einer gemütlichen Atmosphäre im Seehotel Oberndorfer haben wir das oberösterreichische Fischereigesetz und die speziellen Bestimmungen des Fischereireviers Attersee kennengelernt und auch verstanden, dank der klaren Interpretation der Gesetzestexte.

 

Das Fischereirecht ist strukturiert nach dem Rechten für Berufsfischer und Angler (Lizenznehmer). Am Attersee gibt es zusammen mit den historische gewachsenen Koppelrechten zurzeit 60 Fischereirechte für Berufsfischer, die zurzeit von etwa 13 Fischern ausgeübt werden. Sie müssen sich an Regelungen für die Nutzung von Stellnetzen, die Verwendung von Reusen, an die Mindestmaße der Ausfangfische (Brittelmaße) und an die Schonzeiten halten. Etwas abweichend davon gibt es extra Vorschriften für die Angelfischer. Für sie gelten z.T. auch abweichende Brittelmaße und Schonzeiten.

 

Im Rahmen der lebhaften Diskussion konnte noch eine Vielzahl von Sonderfällen, z. B. Fischkrankheiten besprochen und mit dem Fachmann geklärt werden. Es war ein erfolgreicher Abend mit einem sachkundigen Publikum in einer gemütlichen Atmosphäre – wir bedanken uns beim Referenten und den interessierten Zuhörern.

 

Für den Verein Freunde der Archäologie, Prof. Dr. Helga Oeser (Schriftführerin)

 


Natur- und Kulturgeschichte des Fischfangs am Attersee am 01.02.2019

Im bis zum Bersten gefüllten ATARHOF lieferte der Vortragende Mag. Arnold Mörzinger, Beirat des Vereins Freunde der Archäologie, anhand neuester natur- und kulturwissenschaftlicher Erkenntnisse ein umfassendes Bild des Werdens des Attersee, der Fische im See und der Nutzung des Sees in prähistorischen und historischen Zeiten.

 

Begleitet von vielen Bildern wurden den interessierten Zuhörern sowohl das Ökosystem und die Wasserqualität des Attersees als auch die Einwanderung, Anpassung und Bewirtschaftung seiner Fische erklärt. In einer spannenden Reise durch die Zeiten ist dem Vortragenden eine umfassende Zusammenschau der „Natur- und Kulturgeschichte des Fischfangs am Attersee“ gelungen.

 

Nach dem Vortrag wurde von den Besuchern ausgiebig die Möglichkeit genutzt, unter kompetenter Führung die Ausstellung FISCHE UND FISCHFANG IM ATTERSEE EINST UND JETZT zu besichtigen, die noch bis 1. Mai an Dienstag Nachmittagen und Samstag und Sonntag Vormittagen geöffnet hat. Die Veranstaltung endete mit einem gemütlichen Beisammensein, zu dem vom Verein Freunde der Archäologie köstliche Fischspeisen kredenzt wurden.


Fische und Fischer – rätselhafte Wesen – was man als Nicht – Angler wissen sollte

Vortrag von Alwis Wiener bei den Freunden der Archäologie im Atarhof am 18. Jänner 2019

 

Mit diesem spannenden Thema begeistert der sachkundige Referent Alwis Wiener sein Publikum bestehend aus Fachleuten und interessierten Nicht – Fischern. Wie verhält sich er Berufsfischer und Sportfischer bei seiner Vorbereitung für einen erfolgreichen Fischfang? Welche Kenntnisse über den Attersee und seine Winde, die Bedingungen des Wassers wie Temperatur, Strömung und Wassertiefe an allen Stellen des Attersees sind Voraussetzung für den geplanten Fischfang? Anhand interessanter Beispiele über die Fische selbst - ihre Arten, Physiologie, Laichzeiten und Verhalten in Abhängigkeit seiner Lebensgewohnheiten und Umgebung haben das Publikum fasziniert mit dem Ergebnis einen weiteren Vortrag von Alwis Wiener zu hören. Diesem Wunsch kommt der Veranstalter gerne nach und plant noch in diesem Jahr einen weiteren Vortrag, der zur Erhöhung des Verständnisses über die rätselhaften Wesen der Fische und Fischer beitragen soll. Der Vortrag wurde begleitet von Fischbrötchen und aktiven Diskussionsbeiträgen.

 

Für den Verein Freunde der Archäologie: Prof. Dr. Helga Oeser (Schriftführerin)


2018


Erhalt und Wiederherstellung naturnaher Gewässerstrukturen im Europaschutzgebiet „Mond – und Attersee“

Vortrag von Dr. Michael Schauer im Atarhof am 13. Dezember 2018 mit einem sehr interssierten Publikum

 

Sein Vortrag konzentrierte sich auf die durchgeführten Maßnahmen an Seen wie Attersee und Mondsee, die Spuren der menschlichen Nutzung unserer Gewässer zu eliminieren, gekennzeichnet durch Veränderungen des Uferbereiches mit Flachwasserzonen und Mündungen kleinerer und größerer Zuflüsse. Diese morphologischen Veränderungen führen auch zu qualitativen und quantitativen Veränderungen in der Fischartengemeinschaft der Seen.

 

Im Rahmen der Gebietsbetreuung im Auftrag der Abteilung Naturschutz des Amtes der oö. Landesregierung wird versucht, diese naturnahen Uferstrukturen und Mündungsbereiche zu erhalten bzw. wiederherzustellen und die Durchwanderbarkeit der einmündenden Fließgewässer zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit privaten Personen, dem Land Oberösterreich, Österreichischen Bundesforsten, dem Bundesamt für Wasserwirtschaft, der Universität für Bodenkultur, der Universität Salzburg und der Universität Innsbruck werden bereits Renaturierungs- bzw. Restrukturierungsmaßnahmen geplant und ausgeführt. Der Vortrag illustrierte einige der durchgeführten Maßnahmen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben.

 

Dr. Michael Schauer ist als selbständiger Wissenschafter tätig und Fachmann auf dem Gebiet der Gewässerökologie. Seine Kenntnisse hat er nicht nur im Limnologischen Institut Mondsee der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter Beweis gestellt, sondern auch im Ausland wie beispielsweise Ozeanien, Spanien und Südostasien praktiziert.


FISCHEREI und FISCHE im Attersee – einst und jetzt

Mit einer einmaligen Ausstellung FISCHEREI und FISCHE im Attersee – einst und jetzt starten wir in das zweite Vereinsjahr.

 

Die Ausstellung wird am 10. November 2018 um 11 Uhr im ATARHOF, Attersee eröffnet mit unserem Obmann Martin Höchsmann und den Bürgermeistern von Weyregg Klaus Gerzer und von Attersee Walter Kastinger.

 

Mag. Arnold Mörzinger nimmt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf einen spannenden Rundgang durch die neu eröffnete Ausstellung Dabei gibt es Antworten auf die Fragen: „ Wie holt man die Fische aus dem Wasser? Wie schmeckte eine Fischsuppe vor 5400 Jahren? Welcher Fischer fing im Attersee den größten Hecht? Leiden die Seen unter Klimastress?

 

Nach dem Rundgang und der eingehenden Besichtigung der einmaligen Ausstellung werden Kostproben mit Fischgerichten der prähistorischen Zeit serviert, begleitet von Pfahlbaubier.

 

Anliegendes Plakat ist zur Information weiterer interessierter Freunde der Fischerei vorgesehen.

Der beigefügte Flyer soll einen Überblick über weitere Veranstaltungen während der Ausstellungszeit geben, wie beispielsweise

 

Standard - Führungen im Atarhof

  • Jeden Dienstag von 14 – 17 Uhr (November bis Mai)
  • Jeden Samstag von 10 – 13 Uhr (November bis Mai)
  • Jeden Sonntag  von 10 – 13 Uhr (November bis Mai)

Sonderführungen nach Wunsch für Gruppen, Schulklassen und Einzelpersonen Anmeldung unter 0664 4036704

 

Vorträge und Workshops zu den interessanten Themen Fischerei und Handwerk wie Keramik und Färben mit Naturfarben werden gesondert angekündigt - sie sind auch unserer Homepage www.archaeofreunde.at zu entnehmen.

 

Martin Höchsmann (Obmann) und Prof. Helga Oeser (Schriftführerin)      Attersee, 28. Oktober 2018


Besuch Pfahlbau–interessierte Personengruppe aus Slowenien

Am 23. September 2018 empfing der Verein der Freunde der Archäologie, Attersee unter Leitung von Henrik Pohl eine Besuchergruppe aus Slowenien. Nach einer ausführlichen Führung im Pfahlbau – Pavillon und prähistorischen Garten stellte Helga Oeser im ATARHOF die Aktivitäten des Vereins vor, verbunden mit den Objekten der Workshops Keramik und Färben mit Naturfarben. Die Ergebnisse des Projektes Pfahlbauküche wurde in Form eines Pfahlbauessens, bestehend aus Pfahlbaueintopf, Pfahlbaubrot und Pfahlbaubier erprobt und für gut befunden.

 

Im Rahmen der Fachgespräche über Pfahlbau in Attersee und Slowenien wurde die Planung eines Besuches von Vertretern des Vereines der Freunde der Archäologie, Attersee am 24. August 2019 in Slowenien erörtert, wofür noch eine schriftliche Einladung in Aussicht gestellt wurde.

 

Bei einer Teilnahme an einer Veranstaltung in Slowenien soll sich der Verein der Freunde der Archäologie Arbeitstechniken über das Färben mit Naturfarben präsentieren.

 

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Tätigkeit!

 

Helga Oeser (Schriftführerin) Text und Engelbert Seiringer (Photos)

Attersee, 24. September 2018

 


UNESCO-Welterbefest der Pfahlbauten in Europäischen Kulturerbejahr 2018

Mondsee / Wien / Keutschacher See, 8.6.2018

 

Das UNESCO-Welterbefest der Pfahlbauten wird heuer zeitgleich in Keutschach am See (K) und in Mondsee (OÖ) gefeiert. Beide Feste werden im Europäischen Kulturerbejahr, das unter dem Motto „Sharing Heritage“ steht, miteinander durch Live-Schaltungen verbunden.

 

Wenn sich am 16. Juni an der Seepromenade in Mondsee alles um das UNESCO-Welterbe der Pfahlbauten dreht, werden die Besucherinnen und Besucher nicht alleine die zahlreichen stein- und bronzezeitlichen Dorfruinen Oberösterreichs im Blick haben. Auch die Pfahlbauten im Keutschacher See werden Thema sein, denn zeitgleich zum Fest in Mondsee findet ein Pfahlbauten-Welterbefest in Kärnten statt. Mehrere Live-Schaltungen werden beide Veranstaltungen für Besucherinnen und Besucher in Oberösterreich und Kärnten zu einem gemeinsamen Erlebnis werden lassen.

 

„Es ist uns wichtig, die Menschen durch das Thema „Pfahlbauten“ zusammenzubringen. Neben dem Schutz und der Wissensvermittlung zu diesen einmaligen archäologischen Denkmälern ist das eine unserer zentralen Aufgaben“, erklärt Cyril Dworsky, der den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes managet. Umso wichtiger also, dass sich regionale Partner in Organisation und Gestaltung des Welterbefestes einbringen können. „Am Mondsee hat z.B. der Verein Heimatbund Mondseeland viel der organisatorischen Arbeit übernommen, aber auch die beiden Vereine am Attersee wirken tatkräftig mit", erklärt Carmen Löw, die im Kuratorium Pfahlbauten für die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung in Oberösterreich zuständig ist.

 

In Kärnten und Oberösterreich wird man sich über aktuelle Forschungsprojekte zu den österreichischen Pfahlbauten informieren können. Präsentiert werden dabei unter anderen die neuesten Forschungsergebnisse zum berühmten Mondseer Ur-Knödel, der nach jüngsten den Analysen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien vermutlich eher ein Ur-Weckerl war. Auch die Ergebnisse jener Tauchgänge, welche das Mini-U-Boot Manjo im Forschungsprojekt von Archaeonautic in den UNESCO-Pfahlbauten von See unternommen hat, werden gezeigt. Das Forschungsboot des Kuratoriums Pfahlbauten wird man ebenso besichtigen können wie die „Aurora“, die mit neuester Sonartechnologie den Seegrund zentimetergenau vermessen kann und in Zukunft auch dreidimensionale Bilder der Schichten und Strukturen im Seeuntergrund liefern wird.

 

Neben dem Heimatbund Mondseeland, der mit einer Ausstellung im Freien aufwarten wird, sind unter anderem die Vereine Pfahlbau am Attersee und die Freunde der Archäologie am Welterbefest beteiligt. Letztere haben es sich zur Aufgabe gesetzt, den Besucherinnen und Besuchern des Festes eine kulinarische Zeitreise zu ermöglichen, während Pfahlbau am Attersee kleinen und großen Gästen zeigen wird, wie man in der Steinzeit Steinklingen herstellte. Für Kinder wird es außerdem eine Malstation, ein Ausgrabungsspiel und Zeichnen unter Wasser geben.

 

Der Heimatbund Mondseeland wird weiters mit einer außergewöhnlichen Fotostation dafür sorgen, dass die Erinnerungsfotos an dieses ungewöhnliche Fest einen passenden Rahmen haben. Unvergesslich versprechen weiters Fahrten mit einem historischen Einbaum zu werden. „Natürlich haben wir in Mondsee auch Einbäume beim Welterbefest, immerhin haben Bau und Verwendung dieser einfachen Boote bei uns eine lange Tradition“, sagt Johannes Pfeffer vom Heimatbund Mondseeland.

 

Das UNESCO-Welterbefest findet in der Gemeinde Mondsee an der Seepromenade und in der Gemeinde Keutschach am See im Schlosspark (Keutschach Ort) am 16. Juni 2018 ab 11.00Uhr statt. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat über den Facebook-Live-Stream von Pfahlbauten in Österreich die Möglichkeit, zumindest virtuell von jedem Ort Europas aus mitzufeiern.

 

Hintergrundinformation zur Veranstaltung:

UNESCO-Welterbefeste zu den prähistorischen Pfahlbauten finden in Oberösterreich und Kärnten statt, wo sich auch die zum Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ gehörenden Fundstellen befinden. Sie werden ausgerichtet vom Kuratorium Pfahlbauten, das stellvertretend für die Republik Österreich den österreichischen Teil dieses internationalen UNESCO-Welterbes betreut. Die Feste werden als Gemeinschaftsveranstaltungen mit regionalen Partnern umgesetzt. In Keutschach am See wird das Fest vom Kuratorium Pfahlbauten, gemeinsam mit der Gemeinde Keutschach am See und dem Verein „Pfahlbauten Seental Keutschach – Freunde des Welterbes“ ausgerichtet. In Mondsee ist das Welterbefest eine gemeinsame Veranstaltung der Kuratoriums Pfahlbauten, des Heimatbundes Mondseeland und der Gemeinde Mondsee. Der Eintritt ist frei.

 

Hintergrundinformation zu den mitwirkenden Forschungsprojekten:

Das Forschungsprojekt Zeitensprung ist Teil einer groß angelegten Forschungsinitiative, die infolge der Aufnahme von 111 internationalen Fundstellen in die Welterbeliste (UNESCO World Heritage Prehistoric Pile Dwellings around the Alps) initiiert wurde. Die Forschungsergebnisse werden in die oberösterreichische Landesausstellung zum Thema „Pfahlbauten“ einfließen. Die Projektleitung von „Zeitensprung“ liegt bei Jutta Leskovar vom Oberösterreichischen Landesmuseum (OÖLM), stellvertretender Projektleiter ist Cyril Dworsky vom Kuratorium Pfahlbauten. Die Ausgrabungen werden von Henrik Pohl und Helena Seidl da Fonseca, beide Kuratorium Pfahlbauten, geleitet. Die Ausstellung „Ein Zeitensprung zu den Pfahlbauten“, die vom Heimatbund Mondseeland am Welterbefest gezeigt wird, gehört zum Begleitprogramm der Ausgrabungen, das weiters Vorträge, Führungen und einen Unterwasser-Livestream umfasst. Das Programm wurde konzipiert von Carmen Löw (Kuratorium Pfahlbauten). Es wird in Kooperation mit lokalen Vereinen umgesetzt. Weblink: https://www.pfahlbauten.at/projekte/zeitensprung

 

Archaeonautic ist eine Projektgruppe an der HTW Dresden (D), die sich mit unterwasser-archäologischen Dokumentationstechniken befasst. Im Zentrum stehen kostengünstige und leicht zu bedienende Lösungen für Dokumentationen von Grabungsflächen und Surveys. Das Kuratorium Pfahlbauten wirkt an Archaeonautic mit, um künftig detailgetreue Oberflächenmodelle von Pfahlbausiedlungen mit geringstmöglichem Aufwand erstellen zu können. Durch diese Forschungen soll u. a. eine zeitlich engere und noch umfassendere Überwachung der UNESCO-Welterbestätten möglich werden, die dadurch künftig noch besser geschützt werden können. Weblink: http://www.archaeonautic.de/

 

Das Forschungsboot Aurora gehört einer gemeinsamen Initiative des Landes Oberösterreich, des Ludwig Boltzmann Institutes für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie und der Universität Wien (Vienna Institute for Archaeological Science) an. Das Projekt „Archäologische Prospektion oberösterreichischer Pfahlbauten“ (ArchPro OÖ Pfahlbauten) soll neue Erkenntnisse über die Pfahlbaustätten und ihre Umgebung durch den Einsatz neuester zerstörungsfreier archäologischer Prospektionsmethoden liefern. Das Projekt gehört zu den Vorarbeiten der geplanten oberösterreichischen Landesausstellung zum Thema Pfahlbauten, die im Jahr 2027 stattfinden wird. Weblink: http://archpro.info/

 

Bilddatei: PA20180608_Pfahlbau-WEF_K Bildnachweis: Kuratorium Pfahlbauten

Bildunterschrift: UNESCO-Welterbefest der Pfahlbauten in Keutschach am See.

 

Bilddatei: PA20180608_Pfahlbau-WEF_OOe Bildnachweis: Kuratorium Pfahlbauten

Bildunterschrift: UNESCO-Welterbefest der Pfahlbauten in Mondsee.

 

Bilddatei: PA20180608_Pfahlbau-WEF_OOe_1 Bildnachweis: Kuratorium Pfahlbauten

Bildunterschrift: Besucherinnen und Besucher sind am Welterbefest in Mondsee eingeladen, das Forschungsboot des Kuratoriums Pfahlbauten zu besichtigen.

 

Bilddatei: PA20180608_Pfahlbau-WEF_OOe_2 Bildnachweis: Ketill Gunnarsson

Bildunterschrift: Mini-U-Boot Manjo beim Einsatz im Mondsee.

 

Bilddatei: PA20180608_Pfahlbau-WEF_OOe_3 Bildnachweis: Kuratorium Pfahlbauten

Bildunterschrift: Die Pfahlbauten des UNESCO-Welterbes in See am Mondsee.