Berichte - Informationen - Reportagen


T E R M I N V O R S C H A U :

Ausstellungen, Vorträge und Workshops sowie Besichtigungen mit Führungen

 

Dauerausstellung bis 4. März 2018 | "Welterbe unter uns" im ATARHOF des Hagerhauses Attersee, jeden Dienstag 11 - 13 Uhr, gerne auch nach Voranmeldung Telefon 0664 40 36 704

 

23. Februar 2018, 19.30 Uhr  | Vortrag von Mag. Henrik Pohl | im Seehof Attersee

Begleiten Sie den Grabungsleiter Henrik Pohl auf einen Tauchgang in die faszinierende Welt der Pfahlbauten. Lernen Sie die einzigartigen Funde aus den Pfahlbauten des internationalen UNESCO Welterbes "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen" kennen und informieren Sie sich über die aktuellen Forschungsergebnisse der Unterwasser-Ausgrabungen in Oberösterreich.

 

14. April 2018 ab 9 Uhr | Workshop KERAMIK in der Pfahlbauzeit | im Atarhof (Hagerhaus), Attersee von  Vera und Ludwig Albustin (7 bis 8 Stunden) (Teilnehmer 8 - 10 Personen) (Teilenahmegebühr: Euro 80.-)

Wir lernen mit dem natürlichen Ton umzugehen und Keramikgegenstände herzustellen, die nach Pfahlbaumethode gebrannt werden, wie es vor ca 6000 Jahre gemacht wurde. Materialien und Seminarunterlagen werden zur Verfügung gestellt.

 

20. April 2018, 18.30 Uhr  | Vortrag von Archäotechniker Wulf Hein | im Hotel Oberndorfer Attersee

„Erfolge, Rückschläge und neue Fragestellungen“ - Steinzeitliche Holzbearbeitung , Kunst und Musik im Paläolithikum, Verhüttung von Kupsererz"

 

21. April 2018, ab 8.30 Uhr  | Workshop (ganztägig) mit Wulf Hein | im Atarhof (Hagerhaus), Attersee

(Teilnehmerzahl auf 15 Personen gebrenzt) (Teilnahmegebühr: Euro 30.-)

Werken wie die Pfahlbauern, beispielsweise Bearbeitung von Knochen und Geweih, Heloz und (Feuer)Stein, Arbeiten mit Schmuck und Bast, Fällen eines Baumes, Bogenschießen, etc

 

18. Mai 2018, ab 18.00 Uhr  | Vortrag von Frau PD Dr. Katharina Rebay-Salisbury (Institut für Orientalische und Europäische Archäologie, Wien | im  Seehof Attersee

" Wie haben die Familien unserer Pfahbauern gelebt; Kinder geboren und erzogen. Welche Bedeutung hatten Frauen und Kinder in der Pfahlbauzeit?"

 

Workshops KERAMIK Heute, Herstellung von diversen Keramikgegenständen - Informationen über Materialien und Techniken | im Attarhof (Hagerhaus), Attersee, Landungsgplatz 1 - begleitet von Pfahlbauessen nach Wunsch!

Termine: 2. Juni, 7. Juli, 4. August und 15. September 2018, jeweils von 10 - 13 Uhr

 

Workshops FÄRBEN mit Naturfarben der Färberpflanzen, Informationen über Färbegut, Färbepflanzen, Farbstoffe und Färbetechniken | im Atarhof (Hagerhaus), Attersee, Landunsgpaltz 1, begleitet von Pfahlbauessen nch Wunsch!

Termine: 26. Mai, 28. Juli, 18. August und 22. September, jeweils von 10 - 13 Uhr

 

Besichtigungen mit hrungen im Pfahlbau Pavillon Attersee mit dem dazugehörenden Prähistorischen Garten | Attersee und Atarhof, Attersee Landungsplatz 1

Themen: Geschichte und Leben der Pfahlbau Bewohner als unsere Vorfahren

Pflanzen zur Ernährung, medizinischen Anwendung und Färbeplanzen

Pfahlbau-Küche und Färben mit Naturfaren nach Wunsch und Anmeldung!

April bis Oktober: jeweils Dienstag von 17 - 18 Uhr (Pfahlbau und prähistorischen Garten)

April bis Oktober: jeweils Dienstag von 14 - 17 Uhr (Atarhof, Landungsplatz 1)

 

Anmeldung:

Tourismusverband Attersee-Salzkammergut, A-4864 Attersee, Nußdorferstrasse 15, Tel: 07666 7719, e-mail: info@attersee.at

Verein der Freunde der Archäologie an den Seeufern des Attersees und seines Hinterlandes, A-4864 Attersee, Mühlbach 48,

Tel: +43 664 4036704, e-mail: helga.oeser@gmx.net; www.archaeofreunde.at

 

Änderungen und Aktualisierungen vorbehalten!

 

 

[ ZUM TERMINKALENDER UND PLAKAT ]

 


Kunst der Keramik vor 6000 Jahren und heute

Dies war das Thema des ersten Workshops des Vereins der Archäologie in Attersee mit Fachleuten der Pfahlbauregion – Site Manager des Kuratorium der prähistorischen Pfahlbauten Mag. Henrik Pohl – und Vorstandsmitglieder des Vereins der Freunde der Archäologie, Attersee.

 

Es wurden Keramik-Krüge unter Leitung der Künstlerin Katharina Wider hergestellt, die den Funden der Mondseekultur nachempfunden sind. Ziel der Veranstaltung war, die Grundlagen für weitere Workshops zu diesem Thema zu schaffen, die für Erwachsene und Jugendliche ab April 2018 angeboten sind, wie beispielsweise am 2. Juni, 7. Juli, 4. August und 15. September 2018 in Attersee  - Atarhof, Landungsplatz 1. Näheres ist der Homepage:  www.archaeofreunde.at  zu entnehmen.

 

Eine weitere Veranstaltung zur Herstellung von Keramiken in der Pfahlbauzeit – vor 6000 Jahren – wird von den Archäologie -- Fachleuten Vera und Ludwig Albustin am 14. April 2018 in Attersee angeboten. Anmeldungen bitten wir unter dem Verein der Freunde der Archäologie, Attersee – Tel.0043 664 4036704 – e-mail: helga.oeser@gmx.net und Tourismusverband -  Attersee, Tel: 07666/7719 und e-mail; info@attersee.at

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Pressemitteilung

 

Hightech in der Archäologie war das spannende Thema  der Vortragenden Arnold Mörzinger (Beirat des Vereines der Freunde der Archäologie, Attersee) und Gerhard Sindelar (geschäftsführendes Mitglied des Unternehmens beyondarts GmbH, Klosterneuburg) im Rahmen der Vortragsreihe 2018 am Attersee. Mit einführenden Worten zu den Themen und Referenten  begrüßte Martin Höchsmann (Obmann Verein der Freunde der Archäologie) und Cyril Dworsky (UNESCO – Kuratorium der Pfahlbauten) die Gäste.

 

Das aufmerksame Publikum wurde von Arnold Mörzinger in die Bedeutung der Archäologie -  ihre Aufgaben und Arbeitsmethoden eingeführt – mit anschaulichen Beispielen der Methoden bei der Auffindung von Bodenschätzen mit Schaufel, Kelle und Pinsel bis zu den modernsten geophysikalischen Verfahren wie der Lasertechnik (LIDAR: laser detection and ranging), Echolot/Sonor (sound navigation and ranging) und GFR Magnetgeoscan (ground penedrating radar, Magnetometrie).  Mit der Einführung in die analytische Technologie zur Altersbestimmung der Funde zu Wasser und Land u.a. mit Hilfe der C14 – bzw. Radiokarbonmethode und der DNA -  Analyse hat der Referent dem Begriff Hightech absolut Rechnung getragen. Das Publikum konnte mit diesem Vortrag und den präsentierten Filmen sein archäologisches Verständnis  und Wissen deutlich erhöhen.

 

Ein weiterer Vortrag von Gerhard Sindelar  über die digitale Visualisierung  von Sehenswürdigkeiten  von Kultur, Geschichte und Wissenschaft mit Hilfe von plattformübergreifenden App/Guides hat die Spannung bei den Zuhörern hoch gehalten. An vielen Beispielen der digitalen Führung durch Städte und Museen mit Hilfe von  App/Guides auf dem  PC oder Smart - Phone wird es dem Touristen ermöglicht,  selbständig und eindrucksvoll alle Sehenswürdigkeiten mit hinterlegten erklärenden Texten Neues zu erleben und genießen. Diese Technologie bietet sich ebenso für Pfahlbau - Themenwege um den Attersee und Mondsee sowie dessen Hinterland an, indem der Besucher nach persönlichen Vorstellungen seine Besichtigungen planen und umsetzen kann.

 

Es war eine besonders interessante Veranstaltung einer Themenreihe von der Urgeschichte bis zur hoch entwickelten Neuzeit der Digitalisierung, die der Verein der Freunde der Archäologie weiter führen wird.

 

Attersee, 13. Januar 2018 (Helga Oeser)

 


Presseaussendung des Kuratoriums Pfahlbauten

 

Andreas Six bei einer Betauchung des Einbaums im Attersee. Bildnachweis: (Bild: Divecenter Nautilus)

 

Attersee am Attersee, 21.12.2017


Erster archäologischer Einbaum im Attersee gefunden

Taucher Andreas Six fand vor Weyregg heuer einen Einbaum im Attersee. Analysen des Kuratoriums Pfahlbauten erwiesen, dass dieses urtümliche Wasserfahrzeug aus der Zeit um 1550 stammt.

Zu fast allen Zeiten wurden an den Ufern der alpinen Seen Einbäume gefertigt. Diese einfachen Boote, die ihren Namen ihrer Erzeugung aus einem einzigen Baumstamm verdanken, waren also weit verbreitet. Während man rund um die Alpen bereits zahlreiche archäologische Reste davon in Seen und Mooren fand, sind in Oberösterreich bislang nur selten solche Funde gemacht worden. Dass der neue Einbaum unter Wasser lokalisiert werden konnte, ist dem Tauchschulinhaber und Tauchlehrer Andreas Six zu verdanken. Dieser fand die Reste des Bootes bei Unterwasserarbeiten in der Nähe der Pfahlbau-Siedlung von Weyregg II, die kürzlich durch das Oberösterreichische Landesmuseum und das Kuratorium Pfahlbauten unterwasserarchäologisch untersucht wurde. „Mein erster Eindruck war zwar schon, dass das ein Boot sein könnte“, berichtet Six, der die Tauchschule Nautilus in Weyregg betreibt, aber ganz sicher sei er nicht gewesen.

Den Unterwasserarchäologen Henrik Pohl, einen guter Freund, habe er dann gefragt, ob so ein Einbaum schon einmal bei ihnen im See gefunden worden sei. „Als Henrik mir erzählte, dass so was bei uns noch nie gefunden wurde, dachte ich mir: Na, dann wird es nix sein“. Glücklicherweise haben sich die beiden dann aber doch zu einem gemeinsamen Tauchgang verabredet und das gute Stück unter Wasser auch wiedergefunden.

„Ich hatte vor wenigen Jahren einen Artikel über Einbäume geschrieben und war daher natürlich besonders gespannt, was mich unter Wasser erwartet“, berichtet Henrik Pohl, der für das Kuratorium Pfahlbauten die UNESCO-Pfahlbauten in Oberösterreich betreut. Von dem ehemals wohl sechs bis acht Meter langen Boot sind laut Pohl noch etwa 3m erhalten. Die Breite beläuft sich auf 80cm.

„Es war schon unter Wasser zu erkennen, dass der Einbaum vermutlich nicht prähistorisch ist, sondern wahrscheinlich eher ins späte Mittelalter oder in die frühe Neuzeit datiert, aber wir wollten sicher gehen“, erklärt Pohl. Darum veranlasste das Kuratorium Pfahlbauten eine naturwissenschaftliche Analyse, welche nun eine Datierung um das Jahr 1550 n. Chr. belegte. Auch wenn der Einbaum nicht so alt ist, wie von manchen erhofft, so bleibt er doch der erste unterwasserarchäologische Fund eines Einbaums in Oberösterreich.

Hintergrundinformation
Das Kuratorium Pfahlbauten betreut den österreichischen Teil des internationalen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Das Site Management in Oberösterreich überwacht die zum UNESCO-Welterbe gehörenden Siedlungen mit einem jährlichen Monitoring und überprüft sporadisch auch den Erhaltungszustand der nicht zum Welterbe gehörenden Siedlungen. In den Jahren 2016 und 2017 hat das Kuratorium Pfahlbauten gemeinsam mit dem Oberösterreichischen Landesmuseum im Rahmen des Forschungsprojektes „Zeitensprung“ die Pfahlbausiedlung von Weyregg II unterwasserarchäologisch untersucht.

Andreas Six ist Betreiber der am Ufer des Attersees gelegenen Tauchschule Nautilus in Weyregg, die seit 1989 besteht. Die Tauchbasis verfügt über einen Tauchshop und bietet ein umfangreiches Kursprogramm an. Nautilus hat das Forschungsprojekt „Zeitensprung“  u.a. durch das Befüllen von Tauchflaschen intensiv unterstützt.

Bildmaterial
Sie finden printfähiges Bildmaterial zur kostenfreien Verwendung zum Download im Pressebereich der Website des Kuratoriums Pfahlbauten.